Mit 13 Motorrädern in Winterbach losgefahren und mit nur 7 Motorrädern in Uhingen angekommen

– was war los, was hat sich abgespielt –
hier erfahren sie alles. Also langsam und der Reihe nach.

Pünktlich um 10:00 Uhr ging es nach einer kurzen Ansprache von Armin an der Tankstelle in Winterbach los. Armin stimmte die Truppe auf die bevorstehenden Kilometer ein. Da es die erste Tour war und für viele die ersten Kilometer nach der Winterpause, sollte es ruhig angegangen werden – ach ja und Armin selbst hatte ja auch noch ein niegel-nagel neues Motorrad – also alles auf “ruhig angehen lassen” eingestimmt.

B29 Richtung Schwäbisch Gmünd, dann zunächst größere Straßen, übergehend in kleinere Straßen und dann auch ganz kleine Straßen – also optimal sich wieder einzustimmen.
Etwas unruhiger Asphalt, leicht feucht, immer noch einstellige Temperaturen, schattiger Berghang, bergauf, eine 180 Grad-Links-Kurve und dann kam noch Krötenschleim dazu. Das waren die Randbedingungen bei Hohenroden und leider für einen aus der Gruppe eine unheilbringende Mischung von allem. Aber der Sturzbügel des Sturzbüglers bewahrte Selbigen vor größerem Unheil. Ein kurzer Rutscher – ein großer Schreck – aber es stellte sich schnell heraus, dass es „nur Materialschaden“ war. Roland konnte selbstständig weiterfahren, jedoch fuhr er nicht mit der Gruppe weiter, sondern zurück und wünschte uns noch eine schöne Tour. Ab da waren es dann noch 12 Motorräder.

Ich kann nicht sagen, wie sehr der Schreck bei den anderen in den Knochen saß, ich für mich persönlich kann sagen, dass ich ab da noch eine Schippe draufgelegt habe, was Konzentration und Streckenbeobachtung anging.

Es ging weiter Richtung Osten und wir umfuhren Aalen und Nördlingen jeweils leicht nördlich. Die Temperaturen noch eine ganze Weile einstellig, langsam aber sicher immer wärmer werdend. Aber die Erkenntnis war eindeutig: Die angekündigten Tageshöchsttemperaturen von bis zu 17 °C gelten nicht für den Vormittag inmitten der Ost-Alb.

Bei der ersten Pause gab es dann auch eine kurze „Werbeeinblendung“ von Armin – eine kleine Kühltasche gelabelt mit Ready to Race – seine neueste Errungenschaft, die bestaunt werden durfte. Und es gab zum Teil auch selbst mitgebrachten warmen Kaffee – was Sturzbügler halt so standardmäßig alles dabeihaben.

Gegen 12:45 kamen wir pünktlich in Treuchtligen beim Griechen zum Mittagessen an. Restaurant Stadthalle ZUM JANNI. Großer Parkplatz, lokal gut gefüllt – schon mal ein sehr gutes Zeichen – und ein großer Tisch reserviert nur für uns.
Jetzt gab es auch Info, dass Roland gut zuhause angekommen war – allgemeine Erleichterung war zu spüren.

Das Mittagessen war lecker und das Team beim Griechen voll auf Zack und sehr freundlich. Zwei Sturzbügler wählten den Gyros-Salat als vermeintlich leichte Speise. Dieses Vorhaben scheiterte kläglich, als dann die zwei riesig großen Teller gebracht wurden. Aber trotz der schieren Größe war der Salat frisch, knackig, schmackhaft zubereitet und mit knackigem Gyros ergänzt. Am Schluss waren sich alle einig, egal wer was bestellt hatte: Alle waren voll des Lobes!

Für alle, die sich jetzt gerade die Haare raufen und verzweifelt nachdenken, warum sie eigentlich nicht auch zugesagt hatten zu Armin´s ersten Runde hier gleich die gute Nachricht: Der Grieche wird auch bei der Rückfahrt der ETfA angesteuert werden – ihr könnt euch also jetzt bereits darauf freuen.

Gut gestärkt und geradezu fröhlich wurde die Rückreise angetreten – ein kleiner Schlenker bei den Pappenheimern und ab dann leicht südlicher als die Strecke hin – Harburg und Neresheim sei als grober Anhalt hier genannt. Es war wieder von allem etwas dabei. Genau richtig, um sich wieder einzugroofen. Motorrad und Fahrer*innen 😉 gewöhnen sich weiter aneinander und wurden von Kilometer zu Kilometer wieder eine harmonische eine Einheit.

Die Sonne war eigentlich immer dabei, die Temperaturen zwischendurch fast schon frühlingshaft – zwar noch nicht ganz Badehosenwetter, aber ideal für eine Motorradtour. „Lieber etwas kühler“ oder „gerne 35 °C und mehr“ – da gehen die Meinungen ja durchaus auseinander. Ich fand die Temperaturen durchweg klasse.

In der nächsten Pause nach der Mittagspause an einem Parkplatz direkt mit Blick auf einen See gab es dann die zweite große Dezimierung – doch dieses Mal geplant. Einige sind aus dieser Gegend direkt Richtung zuhause gefahren und wieder andere hatten neben der „ersten Tour“ an diesem Sonntag noch weitere Termine oder Verpflichtungen und mussten relativ schnell Richtung Heimat.

Für die restlichen verbliebenen 7 Motorräder gab es noch eine sehr schöne weitere Rückreise. Immer noch mit dem Marshallsystem – manchmal hatte ich zwar das Gefühl, dieses nicht unbedingt mehr zu brauchen, denn meistens stand man als Marshall noch gar nicht ganz still, schon ging es weiter. Aber es gab dann doch wieder Situationen, wo sich dieses System einfach bewährt. Auch auf diesem letzten Abschnitt waren wieder schöne kleine Straßen dabei – immer noch gut asphaltiert, aber doch auch mal so schmal, dass zumindest ich mir zwischendurch dachte, wo wohl der Gegenverkehr fahren würde, wenn es ihn denn jetzt genau gäbe. Über schöne kurvige Straßen in der Nähe von Bartholomä ging es dann zurück über Wäschebeuren bis schließlich zur Tankstelle in Uhingen.

Die erste Tour mit ca. 310 km war zu Ende!
Der eine oder andere spürte sie deutlich in den Knochen, aber jeder hatte auch ein breites Lächeln im Gesicht.
Und nun wisst ihr auch, wie sich alles zugetragen hatte.

Für alle, die nicht dabei waren, müssen halt selbstständig, langsam und mit Bedacht ihre persönliche Motorrad Saison beginnen – ich bin mir aber sicher, ihr bekommt das hin.

Danke noch an Armin für Planung und Durchführung und an alle, die Armin bei der Planung oder/und der Durchführung unterstützt haben.

Dieser Bericht wurde persönlich verfasst und ist ohne Unterschrift gültig 😉

Siggi
(Der Siggi)